20.10.23 Antwort zu BKZ Leserbriefen

Administrator (Reinhard_de) on 21.10.2023

Heute sind in der Backnanger Kreiszeitung gleich drei Leserbriefe zu einem Artikel vom 18.10. erschienen. Es ist schon erstaunlich, mit welch fadenscheinigen Argumenten sich diese LeserInnen gegen den Windpark wenden.

Heute sind in der Backnanger Kreiszeitung gleich drei Leserbriefe zu einem Artikel vom 18.10. erschienen. Es ist schon erstaunlich, mit welch fadenscheinigen Argumenten sich diese LeserInnen gegen den Windpark wenden.

Der Redaktion sandte ich folgenden Text zur beliebigen Verwendung:

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion!

Leider wurde diesen Monat schon ein Leserbrief von mir veröffentlicht. Doch vielleicht möchten Sie meine Gedanken für einen erklärenden Artikel zu den Missverständnissen der Windkraftgegener verwenden.

-- Mit freundlichen Grüßen Reinhard Muth

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Sophie Häcker:

In diesem Artikel geht es nur um die Stimme und die Meinung einer einzelnen Person. Niemand geht darauf ein, was für Argumente die Gegenpartei hat.

Hans Schüssler:

Ich halte den Windpark für Ressourcenverschwendung, da selbst nach Aussagen des Betreibers ein Wirkungsgrad unter 20 Prozent angesetzt wird. Dies wird auch zum Beispiel durch eine in der Deutschlandausgabe der NZZ veröffentlichte Studie mit durchschnittlich 15 Prozent Ertrag für Windanlagen in Baden-Württemberg bestätigt. Wer würde ein Elektroauto kaufen, das im Katalog 100 KW leistet, aber in der Realität nur 20 KW auf die Straße bringt? Ich finde, die Diskussion muss ehrlich geführt werden. Polemik ist hier nicht angebracht.

Aus dem von den LeserInnen angesprochenen Artikel der NZZ:

Was ist mit dem Begriff Auslastung gemeint?
Die Auslastung bezeichnet den sogenannten Kapazitätsfaktor. Dieser ergibt sich aus der jährlich produzierten Strommenge in Kilowattstunden (kWh) geteilt durch das Produkt aus Nennleistung der Anlage in Kilowatt (kW) und den 8760 Stunden eines Jahres.

Quelle NZZ: https://www.nzz.ch/visuals/windkraft-in-deutschland-grosse-versprechen-kleine-ertraege-ld.1710681?reduced=true

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Gerne gehe ich auf die Argumente der Windkraftgegner ein. Im Artikel wird nicht vom Wirkungsgrad, sondern von der Auslastung gesprochen. Die Auslastung ist am Ende des NZZ-Artikels ausführlich erklärt.

Ist der Vergleich mit einem Elektroauto demnach nicht reine Polemik? Denn wenn es voll beschleunigt wird, bringt ein Elektroauto natürlich die 100 kW auf die Straße. Sonst würde tatsächlich niemand solche Fahrzeuge kaufen. Doch auch ein Elektroauto steht die meiste Zeit des Tages nur herum. Wenn es 1 Stunde am Tag genutzt wird und 23 Stunden herum steht, dann berechnet sich die Auslastung (!) mit 100 kW / 24 h = 4,17 kW/h.

Genauso ist das mit der Auslastung der Windräder. Weht der Wind ausreichend stark, dann liefern sie auch ihr volle Nennleistung. Da sie aber nicht 24 Stunden am Tag mit Vollast laufen, ist die Auslastung eben geringer.

Wer argumentiert jetzt polemisch? Über eine ehrliche Antwort würde ich mich freuen.

Die von den Lesern angeführte Studie ist keine wissenschaftliche Studie, sondern wurde von der Redaktion der NZZ selbst erarbeitet. Ein typisches Merkmal für Argumente der AfD ist, dass sie wissenschaftliche Studien nicht anerkennen. Stattdessen wird aus unwissenschaftlichen Studien zitiert, die keiner Überprüfung standhalten. Genau dieses trifft auch auf die Mehrheit der Windkraftgegner zu.

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