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neues WEB vorbereitet

Der Speicherplatz auf dem WEB Server ist fast erschöpft. Statt einer Erweiterung habe ich gleich ein neues Paket bestellt. Das neue WEB ist schon vorbereitet. Im neuen Jahr geht es dort weiter. http://www.muth-ah.eu/


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Neuer Eintrag Gesundheit

Zum aktuellen Stand (28.12.16) meiner Gesundheit informiere ich hier.


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Hier veröffentliche ich meine Eindrücke von meiner Reise nach und durch Griechenland.

Die Fotos dazu sind im FOTOALBUM zu finden.

 

85. Tag, bis Lutzenberg

Der letzte Reisetag. Ich musste zuerst Eis von den Scheiben am Auto kratzen. Bin dann aber gegen 9 Uhr losgefahren. Immer wieder wabberte Nebel über die Autobahn. Aber er behinderte meine Fahrt nicht. Sogar rund um Zürich kam ich ohne Staus voran. Ab dem Flughafen gab es eine große Baustelle auf der Autobahn. Am Autobahnende haben mich beide Navis auf eine andere Strecke geführt als ich gewohnt war. Bald kam ein Grenzübergang nach Deutschland und es ging auf der B27 weiter.

Dann kam noch einmal die Grenze ich ich fuhr durch Schaffhausen. Danach war ich wieder auf der bekannten Strecke und kam erneut an den Grenzübergang nach Deutschland. Gleich hinter der Grenze bin ich zur Tankstelle eingebogen und konnte noch einmal recht günstig volltanken.

Vor Sindelfingen begann ein Stau. Ich konnte auf die B464 Richtung Leonberg abfahren und über Glemseck wieder auf die A81 auffahren. Vor der Ausfahrt Mündelsheim gab es wieder einen Stau wegen einer Baustelle, weshalb ich schon in Pleidelsheim von der Autobahn abfuhr. So kam ich ohne Verzögerung gegen 14 Uhr in Lutzenberg an. Leider war das Wetter die ganze Zeit lang recht herbstlich.

Martin war mit Familie etwas später auf dem Weg nach Lutzenberg und durfte verschiedene Staus genießen.

Gedanken zum Dieselverbrauch während der Reise ...

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84. Tag, bis Luzern

Anderhalb Tage konnte ich mit Emil, Sabrina und Martin verbringen, dann fuhr ich weiter nach Luzern zu Jacqueline und Armin. Die zweistündige Fahrt verlief ohne Störungen. Die Sonne schien und ich hatte gute Aussichten auf die Berge. Einzig den letzten Abzweig der Autobahn nach Emmenbrücke Nord hatte ich verschlafen. Dann hatte ich auch noch die Kreuzung nach der Ausfahrt nicht wiedererkannt, dort war ein neues Gebäude errichtet worden und bin in die falsche Richtung abgebogen. Am Vierwaldstätter See hatte die Bewölkung zugenommen.

Jacquline musste am Nachmittag zur Nachuntersuchung ins Hospital. So ging ich alleine spazieren und fand ein paar Häuser mit herrlicher Aussicht auf das Hochgebirge.

82. Tag, bis Vernate

Der 1. November ist in Italien ein Feiertag. Gegen 8 Uhr bin ich schon losgefahren und gut voran gekommen, keine LKWs und keine Staus, obwohl die Autobahn sehr voll war. Neben PKWs waren viele Reisemobile unterwegs. Auffällig waren mir die Staus von Reisemobilen vor den Entsorgungsstationen der Autobahnraststätten.

Anfänglich gab es Bodennebel, aber nie so dicht, dass es kritisch wurde. Unterwegs machte ich mir ein zweites Frühstück und später hielt ich sogar noch einen Mittagsschlaf im WW.

Auch an der Grenze konnte ich wider Erwarten ohne Stau passieren. So war ich schon gegen 16 Uhr in Vernate angekommen.

81. Tag, Überfahrt im Sturm

Auf der Fähre hatte ich noch im Hafen wie gewohnt das Hubdach aufgemacht. Als die Fähre dann auf dem offenen Meer war setzt ein kräftiger Sturm ein. Der Wind blähte den Zeltbahne am Hubdach so stark nach innen, dass ich mir Sorgen um die Haltbarkeit machte. Ich wollte das Hubdach wieder schließen. Doch jedesmal wenn ich die zweite Seite herunter zog, drückte der Wind die gegenüberliegende Seite wieder auf. An beiden Seiten zugleich ziehen brachte auch nichts, denn dann wurde die Zeltbahne eingeklemmt. Nach etlichen Versuchen gelang es mir endlich zwischen zwei Böen das Dach zu schließen. Leider hat jetzt ein Dreiecksfenster einen Winkel eingerissen. Lässt sich reparieren.

Ich ging zum Essen ins Bordrestaurant, Fleischklöse in Tomatensoße und eine große Portion Spinatsalat.

Die Nacht wurde dann abenteuerlich. Zum Einen herrschte immer noch ein schwerer Sturm auf dem Meer und das Schiff rolllte und polterte, zum Anderen zerrte der Sturm am WW. Das ächzste über mir und über dem großen Bett heulte der Wind durch die Lüftung. Trotzdem bin ich einmal eingeschlafen. Im kleinen Bett fühlt man sich wie in einer Schiffskoje. Gegen 1 Uhr wachte ich von lautem Poltern auf, während das Schiff ganz ruhig lag.  Aus dem Fenster sah ich, dass wir in einem Hafen lagen. Mit großem Schrecken sprang ich auf. Waren wir wegen des Sturms woanders gelandet. Ich zog mich rasch an und öffnete die WW Tür. Da überfiel mich ein neuer Schrecken. Ds Deck war voll mit LKWs. Was war während meines Schlafes geschehen?

Hinter unserer Camper Reihe stellte gerade ein anderer Eriba Fahrer seinen Wohnwagen ab. Ich ging zu ihm und fragte, wo wir denn hier seien? Erst verstand er mich nicht, weil er Franzose war. Doch dann dämmerte es ihm und er antwortete Igoumenitsa. Da fiel bei mir der Groschen. Die Fährlinie hatte drei Stationen, Patras Igoumenitsa, Bari. Ich war nur nicht auf diesen Zwischenstopp eingestellt. Als die Fähre wieder auslief, legte ich mich erneut zum Schlafen hin. Der Sturm erfasste uns wieder und das gleiche Toben und Brausen stellte sich ein wie vorher. Ich schlief trotzdem wieder ein.

Rechtzeitig zum Sonnenaufgang wurde ich wieder wach. Der Wind hatte nachgelassen und ich konnte beobachten, wie die Sonne aus dem Meer aufstieg. Bis dahin hatte ich jedesmal einen Schlafanzug zum Schlafen angezogen und zum Aufstehen schnell wieder normale Klamotten angezogen.

Doch als ich mich zum dritten Mal hinlegte, zog der Sturm wieder an. Diesmal schlug mir das schwankende Schiff doch auf den Magen. Ich drückte mich fest ins Bett und hoffte, dass es nicht schlimmer wird. Diesmal habe ich nur noch vor mich hingedöst.

Die Fähre erreichte Bari mit etwas Verspätung. Wir Camper, die wir schon seit Patras an Bord waren konnten erst als letzte Fahrzeuge die Fähre verlassen. Unterwegs machte mir die Müdigkeit zu schaffen. Erst bei der zweiten Pause konnte ich ein kurzes Nickerchen halten. Ich sang Kinderlieder, um mich wach zu halten.

Obwohl die Autobahn gut zu fahren war, schaffte ich es nicht wie geplant bis Rimini. Die Verspätung der Fähre war nicht aufzuholen. Nach Ancona, die Sonne war schon unter gegangen, suchte ich ein Hotelzimmer. Zuerst bog ich nach S... von der Autobahn ab. Dort gibt es rund 60 Hotels. Eins hatte ich mir vorher auf dem Handy ausgesucht. Nach komplizierter Anfahrt (eine Scheinwerferbirne war defekt, meine Tagesbrille lässt mich in der Nacht nicht gut sehen, der Navi nimmt keine Rücksicht darauf, dass ich mit WW unterwegs bin) fand ich das Hotel. Doch dort hing nur ein Hinweis, dass die Reservierungen an ein anderes Hotel weiter gegeben worden sind.

Die Hotels rechts und links waren auch geschlossen. Teilweise hingen Schilder aus unter welcher Telefonnummer man ein Kaufangebot abgeben kann. Hotel kaufen war einfacher als ein Hotelzimmer mieten.

 

80. Tag, RĂŒckreise beginnt

‎Sonntag, ‎30. ‎Oktober ‎2016  19:18:42 Uhr
Immer noch sind Stechfliegen im WW. Gerade ist wieder eine aus ihrem Versteck gekommen. Sie hat es nicht überlebt.
Am Morgen schien sogar die Sonne zum Bugfenster herein. Das restliche Einpacken und startklar machen hat dann doch noch bis 11 Uhr (12  Uhr Sommerzeit) gedauert. Zum Schluss beim Abwischen des 20 m langen Stromkabels bin ich dann noch einmal richtig ins Schwitzen gekommen. Selbst eine kalte Dusche half nicht. Drei Shirts habe ich nass geschwitzt.
Als ich dann bezahlt und mich verabschiedet hatte wurde es dann plötzlich kalt. Ich zog mich schnell noch mal trocken und für die Fahrt an. Habe die schöne und schnelle Route gewählt, an der Festung vorbei. Preiswert getankt und Luft nachgefüllt. Das Manometer zeigt ohne Druck schon 0,5 Bar an. Zuerst war ich verwundet, warum ein so hoher Druck noch in den Reifen war.
Die Fahrt nach Patras verlief wie gewohnt. Je näher ich der Stadt kam, umso waghalsiger überholten einige Griechen. Links und rechts vorbei im Überholverbot bei 60 km/h Höchstgeschwindigkeit - kein Problem.
Die richtige Ausfahrt zum Hafen habe ich natürlich nicht erkannt. Selber Schuld, ich hätte ja vorher im Internet nachschauen können. Auf der Autobahn gab es einen Hinweis, zum Port Patras 2. Ich dachte an 2. Ausfahrt Patras. Doch die Ausfahrten sind mit A, B, C (?), usw. beschriftet. Als ich schon an Patras vorbei war kam wieder ein Hinweis, zum Port Patras 5. Ich bin da mal rausgefahren und habe auf meinem alten Navi geschaut, wo es hingeht.
Auf jeden Fall kamen wir an den alten Hafen nahe der Stadtmitte. Die Fähren nach Italien fahren aber vom neuen Hafen ab. Doch wo ist der? Im alten Hafen fragte ich einen Griechen, der mich weiter Richtung Süden schickte. Nun gab es Hinweisschilder zum neuen Hafen Patras South. Zum Glück war Sonntag und kein Chaosverkehr in der Stadt.
Auch im Hafengelände ist der Weg zu den Fährbüros nicht ausgeschildert. Es gibt nur Hinweise auf Parkplätze, die aber auch noch präzise sind. Bei der Einfahrt zum eigentlichen Hafen gibt es statt dessen eine extra Spur auf der man wenden und zurück zum Gebäude mit den Fährbüros fahren kann. Ein Wachmann in schusssicherer Weste schickt Fahrzeuge ohne bestätigtem Ticket dann auf diese Spur. Ich hatte den richtigen Riecher und habe gleich geparkt wo es Platz gab und die Büros gesucht.
Der Hafen ist dreifach eingezäunt, der letzte Zaun mit doppelten Rollen Natostacheldraht. Vor und hinter dem Zaun hockten junge Männer arabischen Aussehens und von der Kleidung her schon als mittellose Reisende (Flüchtlinge) zu erkennen. Sie schauten den ankommenden Verkehr an und warteten wohl auf eine Gelegenheit mit einem LKW in den inneren Hafen und auf eine Fähre zu kommen. Ein Polizeiwagen fuhr ab und zu vorbei und ließ die Sirene heulen. EIn Zeichen, dass sich diese Reisende hinter den ersten Zaun zurück ziehen sollten, was diese auch taten.
Bei der Einfahrt in den inneren Hafen wird jedes Fahrzeug gründlich auf illegale Reisende kontrolliert. Ich musste den Wohnwagen und den Kofferraum öffnen.  Die LKW Fahrer hatten schon vorher ihre Laderaumtüren geöffnet. Ein angeberisch aufgemotztes Fahrzeug auf Drogen hin wurde vollständig entleert und von einem Hund beschnüffelt. DIe Szene erinnerte mich an die Grenzkontrolle zur DDR. Allerdings gönnte ich es auch den Aufschneidern. Nach der Kontrolle raste er oder sie schon wieder durch den Hafen.
Auf dem Deck sind nur drei Campingfahrzeuge. Deshalb bekam ich einen guten Fensterplatz. Der Wagen vor mir wird nicht benutzt. Der Wagen hinter mir ist nur ein Mercedestransporter mit einem großen Hundkäfig darin. Wie das Paar darin noch schlafen will, ist mir schleierhaft. Vermutlich lassen sich die vorderen Sitze in ein Schlafposition kippen.
Im Bordrestaurant habe ich mir dann Fleischklöse in Tomatensoße mit Reis und einen Telelr Spinat als Salat gegönnt. Den Wein trinke ich jetzt im Wohnwagen.
Mein Faltdach musste ich nach der Ausfahrt aus dem Hafen schließen, was gar nicht so einfach war. Der Seewind drückte die Zeltplane stark in den Wohnwagen. Wollte ich das zweite Ende des Daches herunter ziehen, sprang das erst vom Winddruck wieder hoch. Es hat mehere Versuche gekostet, bis ich das Dach wieder geschlossen hatte.
Diesmal ist es nicht mehr zu warm zum Schlafen. Ich hoffe ich schlafe besser als bei der Hinreise.

Gleich um 16 Uhr bin ich zum Einschiffen gefahren. Nachdem der WW sicher an seinem Platz stand bin ich mit dem Fotoaparat hoch aufs Deck um noch bei gutem Tageslicht Bilder machen zu können.
Auf der Hinreise hatte ich mir einen Stuhl genommen und mich an einem geschickten Platz hingesetzt, weil meine Beinmuskeln sonst gejammert hätten. Diesmal bin ich ohne Stuhl ausgekommen. Etwa eine Stunde war ich an Deck, dann habe ich die Beine im WW hochgelegt. Vorher hatte ich noch zwei große Runde zu Fuß im Hafen gedreht. Meine Beinmuskeln halten schon deutlich mehr aus als vor dem Urlaub. Doch es könnte noch besser sein.


Unterwegs


Im Gewohnten daheim
unterwegs
im Ungewissen
nicht begangener gewundener Wege


unter mir und darüber


unterwegs
verschwärmt im Schauen
versteckter Schönheit unter Grauen
vorwärts mit scheuem Blick zurück


unterwegs
erkannt was nottut
was unnütz was entbehrlich
Traumbilder gemalt im Entzücken


unterwegs
verschwimmen die Gezeiten
im Duftgenuss einer Freiheit
an seidener Schnur


im Auf und Ab


© Eleonore Hillebrand